Warum sich Reiche mehr Sorgen machen
Geld macht kurzfristig glücklich, langfristig aber kann es auch zur Bürde werden. Und das aus zwei Gründen: Erstens zeigen wissenschaftliche Studien, dass sich relativ reiche Menschen in Deutschland mehr Sorgen machen, alles zu verlieren. Dieser 'Schickedanz-Effekt', benannt nach der Erbin des Quelle-Konzerns, ist umso größer, je weiter man es finanziell gebracht hat.
Zweitens findet mit steigendem Reichtum ein Wechsel des Bezugssystems statt: Hat man ein bestimmtes finanzielles Niveau erreicht, so orientiert man sich nicht etwa nach 'unten', sprich: an eben jenem Niveau, das man vor dem Reichtum hatte. Statt dessen - schade ums Ego! - orientiert man sich meist an Menschen, die noch reicher sind. Wer als Neureicher mit seiner Yacht in den Hafen von Palma de Mallorca fährt, wird feststellen, dass es dort eben noch wesentlich größere Boote gibt - und setzt damit sein Glück auf's Spiel.
Forscher der Harvard-Universität führten zu diesem Phänomen des 'sozialen Vergleiches' eine interessante Studie durch: Sie gaben College-Studenten zwei Szenarien vor: 1. eine Welt, in der sie 100.000$ jährlich verdienen (nicht schlecht für einen Studienabgänger), alle anderen aber mindestens 150.000$. und 2. eine Welt, in der sie nur 50.000$ verdienen, alle anderen aber höchstens 30.000$. Die Studenten entschieden sich fast unisono für die zweite Welt, obwohl sie dort nur die Hälfte an Einkommen in Aussicht hatten.
Nach oben gerichteter sozialer Vergleich und die Angst, alles zu verlieren sind zwei der größten Glückskiller. Betroffen sind davon vor allem Menschen, die ihren Reichtum noch nicht lange besitzen. Das erklärt auch, warum das individuelle Glücks-Niveau von Lotteriegewinnern ein Jahr nach ihrem Millionengewinn wieder auf das Niveau vor dem Lottogewinn gefallen ist - oder sogar noch wesentlich darunter liegt. Der einzige Schutz vor solchen Gedanken ist: Bewegen Sie etwas in Ihrem Leben - für sich und für andere. Geld allein macht natürlich nicht glücklich - aber die Dinge, die wir damit machen können.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Dienstag, 26. Januar 2010
Freitag, 22. Januar 2010
Romantik und Ehe - (k)ein Gegensatz?
Kribbeln im Bauch, schlaflose Nächte und der Angebetene ständig in den Gedanken... Jeder kennt die typischen Beschreibungen des Verliebtseins. Doch solche Beschreibungen beschränken sich, der gängigen Meinung nach, auf diese aufregende Anfangsphase. Danach weicht die romantische Liebe und an ihre Stelle tritt die kameradschaftliche, freundschaftliche Liebe. Doch ist das wirklich so? Eine aktuelle Studie von Bianca Acevedo vom Albert Einstein College of Medicine und Arthur Aron von der Stony Brook University in New York hält nun dagegen. Romantische Liebe könne das ganze Leben halten und zu glücklicheren und gesünderen Beziehungen führen, so die Forscher.
Viele glauben romantische Liebe sei das gleiche wie leidenschaftliche Liebe, so Acevedo, doch das stimme nicht. Romantische Liebe habe zwar die Intensität, das Engagement und die sexuelle Chemie der leidenschaftlichen Liebe, nicht jedoch deren Besessenheit. Leidenschaftliche oder besessene Liebe dagegen beinhalte Unsicherheits- und Angstgefühle. Diese Art von Liebe sei förderlich in kürzeren Beziehungen, nicht aber in längeren.
Die Psychologen Acevedo und Aron untersuchten 25 Studien mit insgesamt 6070 Teilnehmern in Lang- und Kurzzeitbeziehungen um herauszufinden, ob romantische Liebe mit einer größeren Zufriedenheit assoziiert ist. Dafür klassifizierten sie alle Beziehungen erstens als entweder romantisch, leidenschaftlich oder freundschaftlich und zweitens als Kurz- oder Langzeitbeziehung.
Die Untersuchung zeigte, dass die Personen, die von einer größeren romantischen Liebe berichteten insgesamt zufriedener waren, sowohl in Kurz- als auch in Langzeitbeziehungen. Freundschaftliche Liebe in Kurz- und Langzeitbeziehungen hingegen war nur moderat mit Zufriedenheit assoziiert. Die Teilnehmer, die von einer größeren leidenschaftlichen Liebe in ihrer Beziehung berichteten, waren in kürzeren Beziehungen zufriedener als in längeren. Paare mit einer höheren Zufriedenheit berichteten auch von einem höheren Selbstwertgefühl und davon, insgesamt glücklicher zu sein.
Das Gefühl, dass der Partner für einen da ist, spreche für eine gute Beziehung und führe leichter zu Gefühlen der romantischen Liebe, so Acevedo. Gefühle der Unsicherheit hingegen seien mit geringerer Zufriedenheit verbunden und führten sogar häufig zu Konflikten. Dies könne im Endeffekt zu besessener Liebe führen.
Die Untersuchung soll dazu beitragen, dass wir unsere Erwartungen an längere Beziehungen ändern. Den Forschern nach ist freundschaftliche Liebe, was viele Paare als Ergebnis des natürlichen Prozesses einer erfolgreichen Beziehung sehen, kein notwendiger Kompromiss. "Paare sollten für ihre Liebe kämpfen mit allem, was dazugehört," so Acevedo. "Und Paare, die schon lange zusammen sind und sich ihre einstige Romantik zurück wünschen, sollten wissen: Es ist ein erreichbares Ziel, das Energie und Hingabe kostet - wie die meisten guten Dinge im Leben."
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle u.a.: Acevedo, Bianca P. & Aron, Arthur (2009): Does a long-term relationship kill romantic love? Review of General Psychology, 13 (1), pp. 59-65
Viele glauben romantische Liebe sei das gleiche wie leidenschaftliche Liebe, so Acevedo, doch das stimme nicht. Romantische Liebe habe zwar die Intensität, das Engagement und die sexuelle Chemie der leidenschaftlichen Liebe, nicht jedoch deren Besessenheit. Leidenschaftliche oder besessene Liebe dagegen beinhalte Unsicherheits- und Angstgefühle. Diese Art von Liebe sei förderlich in kürzeren Beziehungen, nicht aber in längeren.
Die Psychologen Acevedo und Aron untersuchten 25 Studien mit insgesamt 6070 Teilnehmern in Lang- und Kurzzeitbeziehungen um herauszufinden, ob romantische Liebe mit einer größeren Zufriedenheit assoziiert ist. Dafür klassifizierten sie alle Beziehungen erstens als entweder romantisch, leidenschaftlich oder freundschaftlich und zweitens als Kurz- oder Langzeitbeziehung.
Die Untersuchung zeigte, dass die Personen, die von einer größeren romantischen Liebe berichteten insgesamt zufriedener waren, sowohl in Kurz- als auch in Langzeitbeziehungen. Freundschaftliche Liebe in Kurz- und Langzeitbeziehungen hingegen war nur moderat mit Zufriedenheit assoziiert. Die Teilnehmer, die von einer größeren leidenschaftlichen Liebe in ihrer Beziehung berichteten, waren in kürzeren Beziehungen zufriedener als in längeren. Paare mit einer höheren Zufriedenheit berichteten auch von einem höheren Selbstwertgefühl und davon, insgesamt glücklicher zu sein.
Das Gefühl, dass der Partner für einen da ist, spreche für eine gute Beziehung und führe leichter zu Gefühlen der romantischen Liebe, so Acevedo. Gefühle der Unsicherheit hingegen seien mit geringerer Zufriedenheit verbunden und führten sogar häufig zu Konflikten. Dies könne im Endeffekt zu besessener Liebe führen.
Die Untersuchung soll dazu beitragen, dass wir unsere Erwartungen an längere Beziehungen ändern. Den Forschern nach ist freundschaftliche Liebe, was viele Paare als Ergebnis des natürlichen Prozesses einer erfolgreichen Beziehung sehen, kein notwendiger Kompromiss. "Paare sollten für ihre Liebe kämpfen mit allem, was dazugehört," so Acevedo. "Und Paare, die schon lange zusammen sind und sich ihre einstige Romantik zurück wünschen, sollten wissen: Es ist ein erreichbares Ziel, das Energie und Hingabe kostet - wie die meisten guten Dinge im Leben."
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle u.a.: Acevedo, Bianca P. & Aron, Arthur (2009): Does a long-term relationship kill romantic love? Review of General Psychology, 13 (1), pp. 59-65
Freitag, 8. Januar 2010
Zusammen in Perfektion - Der Michelangelo-Effekt
Ist das wirklich Thomas? Dieser treuherzige, aber so oft missmutige und zynische Mensch, dem ich täglich in der Cafeteria begegne? Seit einiger Zeit sieht er den anderen in die Augen, er wirkt richtig freundlich, sein Humor ist sogar sehr gut, irgendwie nicht verletzend und optimistisch. Seit er mit Sarah zusammen ist. Die übrigens in letzter Zeit sehr viel ruhiger ist. Nicht mehr so unangenehm ausgeflippt. Hm, gibt es da einen Zusammenhang?
Möglicherweise. In einem Gedankenexperiment könnte man sich Sarah und Thomas als Bildhauer vorstellen, die langsam, aber stetig einen Marmorblock bearbeiten, bis die wunderschöne Skulptur zum Vorschein kommt, die tief dort drin schlummert. Ein kürzlich veröffentlichter Artikel über das 'Michelangelo-Phänomen' gibt vielen Menschen wieder Anlass zur Hoffnung, ihren Partner doch noch ein Stück weit zum Besten verändern zu können: Wenn beide Partner nämlich das Idealbild vom jeweils anderen fördern, dann entwickeln sich nicht nur die beteiligten Menschen selbst, sondern auch das, was beide verbindet: Partnerschaft und Liebe. Die 'Bildhauerei' passiert dabei weitgehend unbewusst.
Allerdings hat nicht jeder Mensch das gleiche Talent zur Bildhauerei. Voraussetzung ist, dass man sich in den Partner einfühlen kann und erfolgreich seine Träume und Wünsche, eben das Ideal-Selbstbild, das er/sie von sich hat, erkennt. Um dann im zweiten Schritt ihn/sie langsam hinsichtlich seiner/ihrer Wünsche zu fördern. Wie gesagt: Die Förderung muss gar nicht bewusst passieren. Hauptsache, man kennt und akzeptiert das Ideal-Selbstbild des Partners. Hat man sich mit diesem angefreundet, fördert man es oft 'wie von selbst'.
Und auch nicht jeder 'Marmorblock' eignet sich gleich gut zur Bildhauerei. Es ist selbstverständlich schwierig, die Träume eines Partners fördern zu wollen, der relativ verschlossen ist und nur selten über die Dinge spricht, die er erreichen oder verbessern will. So paradox das klingen mag: Hier sind oft genau die Zeiten hilfreich, wenn es dem schweigsamen Partner sichtlich schlecht geht. Auch wenn Sie auf die Frage 'Was ist denn los mit dir' mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst so etwas zurück bekommen wie: 'Garnichts. Was soll schon sein?' Geben Sie nicht zu früh auf. Fragen Sie zum Beispiel: 'Wenn du jetzt irgendetwas an deinem Leben ändern könntest, was würde das sein?' oder: 'Was kann ICH tun, damit du nicht mehr so unglücklich rumsitzt? Und was kannst DU tun?'
Die einzige Voraussetzung, die der Michelangelo-Effekt zur Entfaltung braucht ist also eine gelungene Kommunikation. Der Rest geschieht fast von selbst.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Northwestern University / Eurekalert. The Michelangelo Phenomenon. Current Directions in Psychological Science, December 2009
Möglicherweise. In einem Gedankenexperiment könnte man sich Sarah und Thomas als Bildhauer vorstellen, die langsam, aber stetig einen Marmorblock bearbeiten, bis die wunderschöne Skulptur zum Vorschein kommt, die tief dort drin schlummert. Ein kürzlich veröffentlichter Artikel über das 'Michelangelo-Phänomen' gibt vielen Menschen wieder Anlass zur Hoffnung, ihren Partner doch noch ein Stück weit zum Besten verändern zu können: Wenn beide Partner nämlich das Idealbild vom jeweils anderen fördern, dann entwickeln sich nicht nur die beteiligten Menschen selbst, sondern auch das, was beide verbindet: Partnerschaft und Liebe. Die 'Bildhauerei' passiert dabei weitgehend unbewusst.
Allerdings hat nicht jeder Mensch das gleiche Talent zur Bildhauerei. Voraussetzung ist, dass man sich in den Partner einfühlen kann und erfolgreich seine Träume und Wünsche, eben das Ideal-Selbstbild, das er/sie von sich hat, erkennt. Um dann im zweiten Schritt ihn/sie langsam hinsichtlich seiner/ihrer Wünsche zu fördern. Wie gesagt: Die Förderung muss gar nicht bewusst passieren. Hauptsache, man kennt und akzeptiert das Ideal-Selbstbild des Partners. Hat man sich mit diesem angefreundet, fördert man es oft 'wie von selbst'.
Und auch nicht jeder 'Marmorblock' eignet sich gleich gut zur Bildhauerei. Es ist selbstverständlich schwierig, die Träume eines Partners fördern zu wollen, der relativ verschlossen ist und nur selten über die Dinge spricht, die er erreichen oder verbessern will. So paradox das klingen mag: Hier sind oft genau die Zeiten hilfreich, wenn es dem schweigsamen Partner sichtlich schlecht geht. Auch wenn Sie auf die Frage 'Was ist denn los mit dir' mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst so etwas zurück bekommen wie: 'Garnichts. Was soll schon sein?' Geben Sie nicht zu früh auf. Fragen Sie zum Beispiel: 'Wenn du jetzt irgendetwas an deinem Leben ändern könntest, was würde das sein?' oder: 'Was kann ICH tun, damit du nicht mehr so unglücklich rumsitzt? Und was kannst DU tun?'
Die einzige Voraussetzung, die der Michelangelo-Effekt zur Entfaltung braucht ist also eine gelungene Kommunikation. Der Rest geschieht fast von selbst.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Northwestern University / Eurekalert. The Michelangelo Phenomenon. Current Directions in Psychological Science, December 2009
Dienstag, 5. Januar 2010
Effektive Teambildung
Projektteams, temporäre Arbeitsgruppen, Task Forces.... die Liste kann durch Ihre eigene unmittelbare Erfahrung erweitert werden durch all die Teambildungsprozesse und -anlässe, die Sie selbst erfahren oder geleitet haben.
Was gibt es eigentlich von psychologischer Seite her zu beachten, wenn man Teams so zusammenstellen will, dass Sie später effektiv an Ihren Zielen arbeiten? Mark Chatfield, Vizepräsident des ELI Research Institutes, Washington D.C., gibt drei so einfache wie beachtenswerte Tipps dazu:
1. Einige der 'Basics' im Teambildungsprozess werden gerne übersehen. Basics sind: Klar definiertes Ziel der Gruppe, darauf abgestimmte Gruppengröße, die genauen Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitglieder, die ureigenen Vorgehensweisen und Denkansätze der Mitglieder, die gewünschten Vorgehensweisen und die Verteilung der Verantwortlichkeiten.
2. Zeitlich gesehen: Zuerst kommt Ihr eigener strategischer Plan. Der kann selbstverständlich später durch Experten und externe Berater modifiziert werden und sollte so flexibel gestaltet sein, dass Sie ihn an veränderte Marktbedingungen und die Wünsche Ihrer Kunden anpassen können. Dann werden die Einzelaufgaben geplant, die nötig sind, um Ihre Strategien zu ermöglichen. Dann erst wird das hierfür optimale Team zusammengestellt.
3. Um eine Gruppe dazu zu bringen, effektiv auf ein gemeinsames Ziel hin zu arbeiten, ist die nachdrückliche Forderung nach guten Leistungen mindestens ebenso wichtig wie teambildende Maßnahmen, die die Zusammenarbeit generell fördern. Sie können eine Arbeitsgruppe wochenlang darauf trainieren, sich als Teammitglieder gegenseitig blind zu verstehen, aber das wichtigste ist, dass sie ein gemeinsam geteiltes Verständnis dessen entwicklen, was sie zu leisten haben: Ihr Verständnis.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: http://www.irism.com/selfteam.htm
Was gibt es eigentlich von psychologischer Seite her zu beachten, wenn man Teams so zusammenstellen will, dass Sie später effektiv an Ihren Zielen arbeiten? Mark Chatfield, Vizepräsident des ELI Research Institutes, Washington D.C., gibt drei so einfache wie beachtenswerte Tipps dazu:
1. Einige der 'Basics' im Teambildungsprozess werden gerne übersehen. Basics sind: Klar definiertes Ziel der Gruppe, darauf abgestimmte Gruppengröße, die genauen Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitglieder, die ureigenen Vorgehensweisen und Denkansätze der Mitglieder, die gewünschten Vorgehensweisen und die Verteilung der Verantwortlichkeiten.
2. Zeitlich gesehen: Zuerst kommt Ihr eigener strategischer Plan. Der kann selbstverständlich später durch Experten und externe Berater modifiziert werden und sollte so flexibel gestaltet sein, dass Sie ihn an veränderte Marktbedingungen und die Wünsche Ihrer Kunden anpassen können. Dann werden die Einzelaufgaben geplant, die nötig sind, um Ihre Strategien zu ermöglichen. Dann erst wird das hierfür optimale Team zusammengestellt.
3. Um eine Gruppe dazu zu bringen, effektiv auf ein gemeinsames Ziel hin zu arbeiten, ist die nachdrückliche Forderung nach guten Leistungen mindestens ebenso wichtig wie teambildende Maßnahmen, die die Zusammenarbeit generell fördern. Sie können eine Arbeitsgruppe wochenlang darauf trainieren, sich als Teammitglieder gegenseitig blind zu verstehen, aber das wichtigste ist, dass sie ein gemeinsam geteiltes Verständnis dessen entwicklen, was sie zu leisten haben: Ihr Verständnis.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: http://www.irism.com/selfteam.htm
Freitag, 1. Januar 2010
Ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr!
Wie ist das eigentlich mit den guten Vorsätzen für das neue Jahr? Nun, ca. 30% aller Deutschen haben nach eigenen Angaben mindestens einen guten Vorsatz gefasst. Die Klassiker bei den Zielen für 2010 sind dieselben wie jedes Jahr: Mehr Sport und Bewegung, Gewicht reduzieren, wieder einmal endgültig mit dem Rauchen aufhören und vor allem: gesunde Ernährung.
Aber wie vermeidet man eigentlich, dass diese Vor-Sätze nach dem Jahr wieder einmal nicht erfüllt sind? Um es gleich zu sagen: Das ist für jeden von uns sehr schwierig. Dennoch gibt es einige Strategien, mit denen Sie sich selbst bei der Verwirklichung Ihrer Ziele unterstützen können. Wichtig: Lesen Sie jetzt nur weiter, wenn Sie Vorsätze haben und diese ernsthaft verwirklichen wollen. Und: Lesen Sie nicht einfach so über die Tipps hinweg, sondern versuchen Sie sich sofort vorzustellen, wie sie diese bei der Umsetzung Ihrer persönlichen Ziele anwenden können.
1. Setzen Sie sich positive Ziele. Sagen Sie z.B. nicht "Ich will mit dem Rauchen aufhören", sondern "von dem Geld, das ich durch das Nichtrauchen sparen werde, kaufe ich mir Ende Januar ein Armband. Und Im Februar gehe ich einmal richtig gut essen davon. Und im August finanziere ich mir davon den Tauchkurs..." Setzen Sie sich also Ziele, die Sie erreichen wollen statt Zielen, die Sie vermeiden wollen.
2. Machen Sie Ihre Vorsätze konkret. Aus der psychologischen Zielforschung wissen wir, dass Handlungsabsichten "SMART" sein sollen, damit sie Erfolg haben: Spezifisch, Messbar, (verhältnismäßig) Angemessen, Realistisch und Terminiert. Formulieren Sie Ihren Vorsatz also SMART. Zum Beispiel so: Bis zum 28. Februar werde ich 4 Kilo abgenommen haben." Oder so: "Im März und April gehe ich jede Woche zweimal für 1 Stunde laufen. Immer montags und donnerstags. Wenn ich einmal nicht laufen gehe, hole ich die Stunde am Freitag oder am Samstag nach."
3. Belohnen Sie sich selbst. Nachdem Sie konkrete Ziele gesetzt haben, legen Sie Prämien für die Zielerreichung fest. Belohnen Sie sich dann und nur dann, wenn Sie Ihre messbaren Ziele erreicht oder übertroffen haben.
4. Bauen Sie Ihre Maßnahmen Schritt für Schritt auf. Der häufigste Fehler bei guten Vorsätzen ist, dass man sich zu Anfang zuviel vornimmt. Beim Sport kann man nicht gleich von null auf hundert gehen, bei der Diät ist es ausgesprochen ungesund, innerhalb kürzester Zeit Topmodelmaße erreichen zu wollen und den allermeisten Menschen fällt es einfach zu schwer, von heute auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören (das ist kein Zeichen von Schwäche!). Sobald Sie Ihr erstes SMARTES Ziel erreicht haben , setzen Sie ein zweites drauf. Und dann ein drittes...
5. Ziehen Sie andere Menschen in Ihre Absichten und Ihre Zielverwirklichung mit ein. Nehmen Sie sich Ihren Partner, einen guten Freund/Freundin oder die Kinder und lassen Sie sich 'überwachen'. Vereinbaren Sie schon vorab, dass die ausgewählte Person Ihre Zielfortschritte kontrolliert und gegebenenfalls auch deutliche Kritik an der Umsetzung Ihrer Vorsätze üben darf (Wichtig: Niemals an Ihnen persönlich, nur an Ihrer spezifischen Zielerreichung!). Beziehen Sie die Person auch in Ihre Belohnungen ein - zum Beispiel, indem Sie gemeinsam Ihre Erfolge feiern. So verplichten Sie sich nicht nur gegenüber Ihnen selbst zur Zielerreichung, sondern zusätzlich auch gegenüber anderen. Damit steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit Ihrer Vorsätze erheblich.
Wir wünschen Ihnen ein glückliches und erfolgreiches 2010 - mögen Sie alle Ihre Ziele erreichen!
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Aber wie vermeidet man eigentlich, dass diese Vor-Sätze nach dem Jahr wieder einmal nicht erfüllt sind? Um es gleich zu sagen: Das ist für jeden von uns sehr schwierig. Dennoch gibt es einige Strategien, mit denen Sie sich selbst bei der Verwirklichung Ihrer Ziele unterstützen können. Wichtig: Lesen Sie jetzt nur weiter, wenn Sie Vorsätze haben und diese ernsthaft verwirklichen wollen. Und: Lesen Sie nicht einfach so über die Tipps hinweg, sondern versuchen Sie sich sofort vorzustellen, wie sie diese bei der Umsetzung Ihrer persönlichen Ziele anwenden können.
1. Setzen Sie sich positive Ziele. Sagen Sie z.B. nicht "Ich will mit dem Rauchen aufhören", sondern "von dem Geld, das ich durch das Nichtrauchen sparen werde, kaufe ich mir Ende Januar ein Armband. Und Im Februar gehe ich einmal richtig gut essen davon. Und im August finanziere ich mir davon den Tauchkurs..." Setzen Sie sich also Ziele, die Sie erreichen wollen statt Zielen, die Sie vermeiden wollen.
2. Machen Sie Ihre Vorsätze konkret. Aus der psychologischen Zielforschung wissen wir, dass Handlungsabsichten "SMART" sein sollen, damit sie Erfolg haben: Spezifisch, Messbar, (verhältnismäßig) Angemessen, Realistisch und Terminiert. Formulieren Sie Ihren Vorsatz also SMART. Zum Beispiel so: Bis zum 28. Februar werde ich 4 Kilo abgenommen haben." Oder so: "Im März und April gehe ich jede Woche zweimal für 1 Stunde laufen. Immer montags und donnerstags. Wenn ich einmal nicht laufen gehe, hole ich die Stunde am Freitag oder am Samstag nach."
3. Belohnen Sie sich selbst. Nachdem Sie konkrete Ziele gesetzt haben, legen Sie Prämien für die Zielerreichung fest. Belohnen Sie sich dann und nur dann, wenn Sie Ihre messbaren Ziele erreicht oder übertroffen haben.
4. Bauen Sie Ihre Maßnahmen Schritt für Schritt auf. Der häufigste Fehler bei guten Vorsätzen ist, dass man sich zu Anfang zuviel vornimmt. Beim Sport kann man nicht gleich von null auf hundert gehen, bei der Diät ist es ausgesprochen ungesund, innerhalb kürzester Zeit Topmodelmaße erreichen zu wollen und den allermeisten Menschen fällt es einfach zu schwer, von heute auf morgen mit dem Rauchen aufzuhören (das ist kein Zeichen von Schwäche!). Sobald Sie Ihr erstes SMARTES Ziel erreicht haben , setzen Sie ein zweites drauf. Und dann ein drittes...
5. Ziehen Sie andere Menschen in Ihre Absichten und Ihre Zielverwirklichung mit ein. Nehmen Sie sich Ihren Partner, einen guten Freund/Freundin oder die Kinder und lassen Sie sich 'überwachen'. Vereinbaren Sie schon vorab, dass die ausgewählte Person Ihre Zielfortschritte kontrolliert und gegebenenfalls auch deutliche Kritik an der Umsetzung Ihrer Vorsätze üben darf (Wichtig: Niemals an Ihnen persönlich, nur an Ihrer spezifischen Zielerreichung!). Beziehen Sie die Person auch in Ihre Belohnungen ein - zum Beispiel, indem Sie gemeinsam Ihre Erfolge feiern. So verplichten Sie sich nicht nur gegenüber Ihnen selbst zur Zielerreichung, sondern zusätzlich auch gegenüber anderen. Damit steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit Ihrer Vorsätze erheblich.
Wir wünschen Ihnen ein glückliches und erfolgreiches 2010 - mögen Sie alle Ihre Ziele erreichen!
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Dienstag, 29. Dezember 2009
Wie Sie sich selbst kommunikativ positiv beeinflussen können
Sie können sich durch einige kommunikative Strategien selbst positiv beeinflussen. Kommunikative Selbstkompetenz ist aktives Selbstmanagement.
Bitte lächeln
Gelegentliches Lächeln hilft Ihnen, die eigene Stimmung zu heben. Das Unterbewusstsein kennt weder Zeit (vorher/nachher) noch Kausalität (Gibt es eigentlich einen realen Grund zum Lächeln?). Somit ist es Ihrem Unterbewusstsein schlichtweg egal, ob Sie grundlos oder begründet lächeln. Aber: Wenn Sie lächeln, erzeugt Ihr Unterbewusstsein gerade die Gefühle des Wohlbefindens, die ansonsten mit Lächeln gekrönt werden.
Affirmationen
"Mir geht es von Tag zu Tag besser", empfahl der Apotheker Emil Cue einst seinen kranken Kunden als morgendliche Affirmation. Es wirkte. Und wurde zur Grundlage des später von I.H. Schulz entwickelten autogenen Trainings, das heute noch zur Entspannung eingesetzt wird. Der Ton macht die Musik. Ihre Haltung beeinflusst Ihre innere Haltung. Und wenn Sie gerade keine förderlichen Außenreize haben, denken Sie sich erfolgsorientiert. Formelhafte Vorsatzbildung heißt diese Technik auch. Dabei kreieren Sie sich einen positiv formulierten Ein- oder Zweizeiler, den Sie sich im entspannten Zustand wie ein Mantra immer wieder selbst vorsagen. Zu den Erfolgsregeln gehört, dass Sie keine Verneinung (kein 'nein', kein 'nicht') verwenden.
Nicken
Wie finden Sie die Idee, morgen nach dem Abendessen einen Spaziergang zu machen? Wenn Sie beim Lesen dieses Vorschlags nicken, werden Sie davon eher überzeugt sein, als wenn Sie nicht nicken oder gar den Kopf schütteln. In einer Untersuchung in Ohio fand man 2003 heraus, dass Nicken eine Art nichtsprachliche Kommunikation mit sich selbst darstellt, womit man sich vom Gehörten oder Gelesenen stärker überzeugt. Umso überzeugender kann man dies dann anderen vermitteln.
gepostet i.A von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Lermer, Stephan (2005). Kommunikative Kompetenz. Gabal Verlag
Bitte lächeln
Gelegentliches Lächeln hilft Ihnen, die eigene Stimmung zu heben. Das Unterbewusstsein kennt weder Zeit (vorher/nachher) noch Kausalität (Gibt es eigentlich einen realen Grund zum Lächeln?). Somit ist es Ihrem Unterbewusstsein schlichtweg egal, ob Sie grundlos oder begründet lächeln. Aber: Wenn Sie lächeln, erzeugt Ihr Unterbewusstsein gerade die Gefühle des Wohlbefindens, die ansonsten mit Lächeln gekrönt werden.
Affirmationen
"Mir geht es von Tag zu Tag besser", empfahl der Apotheker Emil Cue einst seinen kranken Kunden als morgendliche Affirmation. Es wirkte. Und wurde zur Grundlage des später von I.H. Schulz entwickelten autogenen Trainings, das heute noch zur Entspannung eingesetzt wird. Der Ton macht die Musik. Ihre Haltung beeinflusst Ihre innere Haltung. Und wenn Sie gerade keine förderlichen Außenreize haben, denken Sie sich erfolgsorientiert. Formelhafte Vorsatzbildung heißt diese Technik auch. Dabei kreieren Sie sich einen positiv formulierten Ein- oder Zweizeiler, den Sie sich im entspannten Zustand wie ein Mantra immer wieder selbst vorsagen. Zu den Erfolgsregeln gehört, dass Sie keine Verneinung (kein 'nein', kein 'nicht') verwenden.
Nicken
Wie finden Sie die Idee, morgen nach dem Abendessen einen Spaziergang zu machen? Wenn Sie beim Lesen dieses Vorschlags nicken, werden Sie davon eher überzeugt sein, als wenn Sie nicht nicken oder gar den Kopf schütteln. In einer Untersuchung in Ohio fand man 2003 heraus, dass Nicken eine Art nichtsprachliche Kommunikation mit sich selbst darstellt, womit man sich vom Gehörten oder Gelesenen stärker überzeugt. Umso überzeugender kann man dies dann anderen vermitteln.
gepostet i.A von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Lermer, Stephan (2005). Kommunikative Kompetenz. Gabal Verlag
Dienstag, 22. Dezember 2009
Klassische Musik zu den Feiertagen
Die Weihnachtszeit bietet natürlich nicht nur Nährboden für Streit und Zwist (siehe unseren Beitrag vom 18.12.09), sondern vor allem die Chance, einmal wieder zu Ruhe zu kommen und aktiv zu entspannen. Dass das für viele am besten mit Musik funktioniert, ist bekannt. Nun sind die sogenannten 'Weihnachtsklassiker', die in Radiostationen und Weihnachtsmärkten rauf- und runtergespielt werden - wie das unsägliche One-Hit-Wonder 'Last Christmas' - eigentlich nicht geeignet, uns Ruhe und Erholung zu verschaffen. Im Gegenteil: Sie sollen uns statt dessen aktivieren und energetisieren.
Viel besser eignet sich zur Entspannung und Gesundung die 'klassische' klassische Musik. An die gesundheitsfördernde Wirkung von Mozart, Bach, Schubert und Co. erinnert Prof. Dr. Trappe von der medizinischen Klinik der Universität Bochum in einem aktuellen Artikel:
Klassische Musik helfe nicht nur bei Ängsten und Depressionen, wo sie oft therapiebegleitend eingesetzt wird. Vielmehr habe der klassische Sound beruhigende Wirkungen auf objektive Gesundheitsparameter: Auf die Herzrate, die Herzratenvariabilität und die Hormonspiegel, insbesondere der oft gesundheitsschädlichen Stresshormone Cortisol und Adrenalin.
Wer nicht auf klassische Orchestermusik steht, dem empfiehlt der Bochumer Mediziner sanfte Rock- und Pop-Balladen. Bei Musikern sind die heilsamen Effekte klassischer Musik übrigens stärker ausgeprägt. Und auch Musik-Machen hat in der Regel beruhigende Wirkung. Singen im Advent und an Weihnachten ist also offensichtlich gesundheitsfördernd.
Also dann: "Sti-hille Nacht, heilige Nacht....
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Viel besser eignet sich zur Entspannung und Gesundung die 'klassische' klassische Musik. An die gesundheitsfördernde Wirkung von Mozart, Bach, Schubert und Co. erinnert Prof. Dr. Trappe von der medizinischen Klinik der Universität Bochum in einem aktuellen Artikel:
Klassische Musik helfe nicht nur bei Ängsten und Depressionen, wo sie oft therapiebegleitend eingesetzt wird. Vielmehr habe der klassische Sound beruhigende Wirkungen auf objektive Gesundheitsparameter: Auf die Herzrate, die Herzratenvariabilität und die Hormonspiegel, insbesondere der oft gesundheitsschädlichen Stresshormone Cortisol und Adrenalin.
Wer nicht auf klassische Orchestermusik steht, dem empfiehlt der Bochumer Mediziner sanfte Rock- und Pop-Balladen. Bei Musikern sind die heilsamen Effekte klassischer Musik übrigens stärker ausgeprägt. Und auch Musik-Machen hat in der Regel beruhigende Wirkung. Singen im Advent und an Weihnachten ist also offensichtlich gesundheitsfördernd.
Also dann: "Sti-hille Nacht, heilige Nacht....
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Freitag, 18. Dezember 2009
Nützliches für die Feiertage - Wie Sie Streit vermeiden
Die harmonische Weihnachtszeit ist - genau wie die Urlaubszeit - leider auch die 'Haupt-Streit-Zeit' des Jahres. Die Gründe dafür liegen auf der Hand oder können, falls man noch welche braucht, in jedem beliebigen Ratgeber nachgelesen werden.
Offenbar geht es uns allen an Weihnachten ähnlich: Die Erwartungen an das harmonische Beisammensein sind entweder so hoch, dass wir zwangsweise von unseren Liebsten enttäuscht werden ("Jetzt nimm dir doch endlich mal mehr Zeit für mich und die Kinder!"). Oder die Erwartungen an eine besinnliche Weihnacht sind schon durch Streit im Vorfeld, Advents-Einkaufsstress oder die Schweinegrippe so gründlich versaut, dass wir mit Genuss den Miesmacher an Weihnachten spielen: "Hab ich dir doch gesagt, dass ihm die Geschenke nicht gefallen!", "Nur Probleme, es gibt nur Probleme mit deiner Mutter an Weihnachten, ich hab es doch gewusst! Wären wir bloß weggefahren!", "Toll, jetzt bin ich krank, ich kann es gar nicht genießen, alles ist elend!".
Jeder hat seine speziellen Erwartungen und Gefühle an Weihnachten. Logisch, dass diese nie 100%ig kompatibel sein können. Der einzige Fehler ist nun eigentlich, diese Erwartungen und Gefühle nicht zu kommunizieren. Sprechen Sie also deutlich und am besten schon im Vorfeld aus, was Sie an Weihnachten wollen. Reden Sie gemeinsam und konstruktiv mit Ihrem Partner darüber, wie sich Ihre eigenen Interessen am besten vereinbaren lassen.
Gehen Sie Kompromisse schon im Vorfeld ein. Nehmen Sie ruhig Rücksicht auf die Wünsche Ihrer Lieben. Wenn Sie schon vorher wissen, dass sich Ihr Partner am 1. Feiertag gerne ein wenig Zeit für sich allein nehmen will, können Sie sich darauf einstellen und sind nicht enttäuscht, wenn Sie plötzlich mit sich oder den Kindern allein gelassen worden sind. Vergessen Sie dabei aber bitte nicht, Ihre eigenen Wünsche zu äußern.
Seien Sie sich bewusst, dass Freude und Harmonie weder ein 'Muss' ist, noch plötzlich an Heiligabend vom Himmel fällt. Warten Sie also zum einen nicht darauf, dass an Weihnachten zwischenmenschliche Wunder geschehen, sondern bereiten Sie die Harmonie vor. Wie? Indem Sie schon vor dem Fest Liebe, Dankbarkeit und Glück vermitteln. Planen Sie zum anderen aber auch nicht die Feiertage von Anfang bis Ende durch. Harmonie entsteht eben nicht auf Knopfdruck zum festgesetzten Termin und Besinnlichkeit kennt keine Optimalitätskriterien, die man zur Grundlage von Berechnungen machen könnte.
Der wahrscheinlich beste Tip für die Partnerschaft lautet aber, sich Zeiten der Ruhe und Zweisamkeit zu reservieren. Spaziergänge zum Beispiel, auf denen gar nicht viel gesprochen weden muss, sondern einfach nur das Gefühl der Stille und der Nähe des Partners da ist. Oder gemeinsam lesen neben dem Christbaum (sicher bekommen Sie auch mindestens ein Buch mehr, als Sie lesen können). Dabei kann man sich aneinanderkuscheln, vielleicht gemeinsam unter einer großen und warmen Decke, ab und zu dem Partner etwas erzählen...
Das Team des Instituts für Persönlichkeit und Kommunikation wünscht Ihnen ein glückliches Weihnachtsfest und eine besinnliche 'staade Zeit' - ganz nach Ihren geteilten Vorstellungen.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Offenbar geht es uns allen an Weihnachten ähnlich: Die Erwartungen an das harmonische Beisammensein sind entweder so hoch, dass wir zwangsweise von unseren Liebsten enttäuscht werden ("Jetzt nimm dir doch endlich mal mehr Zeit für mich und die Kinder!"). Oder die Erwartungen an eine besinnliche Weihnacht sind schon durch Streit im Vorfeld, Advents-Einkaufsstress oder die Schweinegrippe so gründlich versaut, dass wir mit Genuss den Miesmacher an Weihnachten spielen: "Hab ich dir doch gesagt, dass ihm die Geschenke nicht gefallen!", "Nur Probleme, es gibt nur Probleme mit deiner Mutter an Weihnachten, ich hab es doch gewusst! Wären wir bloß weggefahren!", "Toll, jetzt bin ich krank, ich kann es gar nicht genießen, alles ist elend!".
Jeder hat seine speziellen Erwartungen und Gefühle an Weihnachten. Logisch, dass diese nie 100%ig kompatibel sein können. Der einzige Fehler ist nun eigentlich, diese Erwartungen und Gefühle nicht zu kommunizieren. Sprechen Sie also deutlich und am besten schon im Vorfeld aus, was Sie an Weihnachten wollen. Reden Sie gemeinsam und konstruktiv mit Ihrem Partner darüber, wie sich Ihre eigenen Interessen am besten vereinbaren lassen.
Gehen Sie Kompromisse schon im Vorfeld ein. Nehmen Sie ruhig Rücksicht auf die Wünsche Ihrer Lieben. Wenn Sie schon vorher wissen, dass sich Ihr Partner am 1. Feiertag gerne ein wenig Zeit für sich allein nehmen will, können Sie sich darauf einstellen und sind nicht enttäuscht, wenn Sie plötzlich mit sich oder den Kindern allein gelassen worden sind. Vergessen Sie dabei aber bitte nicht, Ihre eigenen Wünsche zu äußern.
Seien Sie sich bewusst, dass Freude und Harmonie weder ein 'Muss' ist, noch plötzlich an Heiligabend vom Himmel fällt. Warten Sie also zum einen nicht darauf, dass an Weihnachten zwischenmenschliche Wunder geschehen, sondern bereiten Sie die Harmonie vor. Wie? Indem Sie schon vor dem Fest Liebe, Dankbarkeit und Glück vermitteln. Planen Sie zum anderen aber auch nicht die Feiertage von Anfang bis Ende durch. Harmonie entsteht eben nicht auf Knopfdruck zum festgesetzten Termin und Besinnlichkeit kennt keine Optimalitätskriterien, die man zur Grundlage von Berechnungen machen könnte.
Der wahrscheinlich beste Tip für die Partnerschaft lautet aber, sich Zeiten der Ruhe und Zweisamkeit zu reservieren. Spaziergänge zum Beispiel, auf denen gar nicht viel gesprochen weden muss, sondern einfach nur das Gefühl der Stille und der Nähe des Partners da ist. Oder gemeinsam lesen neben dem Christbaum (sicher bekommen Sie auch mindestens ein Buch mehr, als Sie lesen können). Dabei kann man sich aneinanderkuscheln, vielleicht gemeinsam unter einer großen und warmen Decke, ab und zu dem Partner etwas erzählen...
Das Team des Instituts für Persönlichkeit und Kommunikation wünscht Ihnen ein glückliches Weihnachtsfest und eine besinnliche 'staade Zeit' - ganz nach Ihren geteilten Vorstellungen.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Dienstag, 15. Dezember 2009
Lohn macht glücklicher als Gehalt
Eine Abrechnung nach tatsächlich gearbeiteten Stunden macht die Beschäftigten glücklicher als ein festes Angestelltenverhältnis, bei dem monatlich ein immer gleich bleibendes Gehalt gezahlt wird. Das behaupten Forscher der Universitäten von Toronto, Los Angeles, London, Neu Delhi, Singapur und Washington DC in einer weltweiten Studie.
Für viele mag das seltsam klingen - verlangen wir doch gerade im sicheren Deutschland nach sicherem Gehalt, sicheren Renten und sicheren Anlagen. Doch die Daten der Studie "The Effect of Hourly Payment on the Money-Happiness Connection" sind nicht nur akribisch aufbereitet, sondern zudem konform mit psychologischen Theorien:
1) Einen Lohn für ihre tatsächlich geleistete Arbeit zu erhalten, gibt den Menschen ein Gefühl von Autonomie: Die Dinge in der Hand zu haben und selbst zu bestimmen, wieviel von seiner Arbeitskraft sie wem zu welchem Preis verkaufen. Damit einhergehend Gefühle von Stolz und Selbstwirksamkeit, wenn sie ein gutes monatliches Ergebnis erzielt haben.
2) Arbeitet man auf Stundenbasis, richtet man automatisch mehr Aufmerksamkeit auf die Bezahlung und das Verhältnis von Input (Arbeitskraft) und Outcome (Lohn). Damit bekommt man ein ganz anderes Verhältnis zur Entlohnung: Bei der Arbeit fokussiert man seine Bemühungen auf die wirklich wichtigen Dinge und die Zeit, die man dafür investiert. Auf Dauer bekommt man dadurch besser die individuell benötigte Work-Life-Balance hin.
Natürlich kann man nicht pauschal sagen, dass Löhne und Honorare immer zu mehr Produktivität und Glück führen als Gehälter. Für (nicht wenige) manche mag die Sicherheit im Vordergrund stehen, die mit einem monatlichen Gehaltseingang in fester Höhe verbunden ist. Viele Menschen werden aber offensichtlich erst so richtig glücklich, wenn sich ihre Entlohnung unmittelbar an das Geleistete knüpft. Ist es nun im Einzelfall sinnvoll, zum festen Gehalt einen flexiblen Lohn hinzuzufügen oder sämtlich auf Honorarbasis zu arbeiten? Im Zweifelsfall ist es wohl am besten, einfach einmal nachzufragen.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: DeVoe, SE, & Pfeffer, J (2009). When is Happiness About How Much You Earn? The Effect of Hourly Payment on the Money-Happiness Connection. Personality and Social Psychology Bulletin
Für viele mag das seltsam klingen - verlangen wir doch gerade im sicheren Deutschland nach sicherem Gehalt, sicheren Renten und sicheren Anlagen. Doch die Daten der Studie "The Effect of Hourly Payment on the Money-Happiness Connection" sind nicht nur akribisch aufbereitet, sondern zudem konform mit psychologischen Theorien:
1) Einen Lohn für ihre tatsächlich geleistete Arbeit zu erhalten, gibt den Menschen ein Gefühl von Autonomie: Die Dinge in der Hand zu haben und selbst zu bestimmen, wieviel von seiner Arbeitskraft sie wem zu welchem Preis verkaufen. Damit einhergehend Gefühle von Stolz und Selbstwirksamkeit, wenn sie ein gutes monatliches Ergebnis erzielt haben.
2) Arbeitet man auf Stundenbasis, richtet man automatisch mehr Aufmerksamkeit auf die Bezahlung und das Verhältnis von Input (Arbeitskraft) und Outcome (Lohn). Damit bekommt man ein ganz anderes Verhältnis zur Entlohnung: Bei der Arbeit fokussiert man seine Bemühungen auf die wirklich wichtigen Dinge und die Zeit, die man dafür investiert. Auf Dauer bekommt man dadurch besser die individuell benötigte Work-Life-Balance hin.
Natürlich kann man nicht pauschal sagen, dass Löhne und Honorare immer zu mehr Produktivität und Glück führen als Gehälter. Für (nicht wenige) manche mag die Sicherheit im Vordergrund stehen, die mit einem monatlichen Gehaltseingang in fester Höhe verbunden ist. Viele Menschen werden aber offensichtlich erst so richtig glücklich, wenn sich ihre Entlohnung unmittelbar an das Geleistete knüpft. Ist es nun im Einzelfall sinnvoll, zum festen Gehalt einen flexiblen Lohn hinzuzufügen oder sämtlich auf Honorarbasis zu arbeiten? Im Zweifelsfall ist es wohl am besten, einfach einmal nachzufragen.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: DeVoe, SE, & Pfeffer, J (2009). When is Happiness About How Much You Earn? The Effect of Hourly Payment on the Money-Happiness Connection. Personality and Social Psychology Bulletin
Dienstag, 8. Dezember 2009
Empathisch kommunizieren - Fragearten
Sicher ist Ihnen die Formel "Wer fragt, der führt" geläufig. Und trotz aller Abnutzungserscheinungen dieses immer wieder zitierten Mottos stimmt es immer noch: Jeder kluge Richter oder Arzt, Coach oder Verkäufer, Handwerker oder Diplomat wird dann den meisten Erfolg ernten, wenn er zielgerichtet fragt, was sein Gegenüber auf dem Herzen hat, was der andere will.
Fragearten
Je nach Intention können Sie Fragen ganz unterschiedlicher Form stellen:
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Lermer, Stephan (2005). Kommunikative Kompetenz. Gabal Verlag
Fragearten
Je nach Intention können Sie Fragen ganz unterschiedlicher Form stellen:
- So will die Suggestivfrage manipulieren: "Da sind Sie doch sicher meiner Meinung?"
- Die rhetorische Frage erwartet keine Antwort: "Ja, da kann man halt nichts machen, oder?"
- Die Gegenfrage ist beliebt, wenn einem keine Antwort einfällt: "Und wie halten Sie es selbst?"
- Die Alternativfrage ist bei Verkäufern sehr beliebt, um zum Abschluss zu gelangen. Davon ausgehend, dass der Kunde sowieso einen Wagen kauft, fragt der Autoverkäufer: "Hätten Sie lieber die Automatik- oder die Schaltversion?"
- Die reflektierende Frage will Kommunikationsstörungen beheben helfen: "Sie haben also seit Tagen schon das Gefühl, das ganze Team rede irgendwie aneinander vorbei?"
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Lermer, Stephan (2005). Kommunikative Kompetenz. Gabal Verlag