Debralee Lorenzano wurde aus ihrem Job bei einer angesehen New Yorker Bank gefeuert, weil sie zu hübsch ist - das behauptet sie jedenfalls. Es könnte sein, dass sie damit Recht hat. Zumindest haben es hübsche Menschen entgegen aller Vorurteile nicht immer leichter als graue Mäuse. Und ab und zu sogar schwerer.
Das belegt eine Studie der Münchner Psychologin Maria Agthe. Sie untersuchte das Verhalten von Chefs bei der Bewerberauswahl und entdeckte eine interessante Tatsache: Waren die Chefs selbst relativ attraktiv, so stellten sie Bewerber unabhängig von ihrem Aussehen ein. Waren die Chefs selbst allerdings eher unattraktiv, so hatten attraktive Bewerber gleichen Geschlechts weniger Chancen.
Die Forscherin vermutet, dass ein hübsches Gesicht eine Konkurrenz für den eigenen Status darstellt und deshalb eher abgelehnt wird. Männliche und weibliche Führungskräfte taten sich übrigens gleichermaßen schwer, hübsche Mitarbeiter einzustellen. Allerdings aber nicht, wenn die potentiellen KollegInnen anderen Geschlechts waren. Fazit: Ist die/der Personalverantwortliche anderen Geschlechts, dürfen Sie ihn/sie ruhig "beeindrucken". Ist er/sie gleichen Geschlechts, verringern sich die eigenen Chancen, je attraktiver Sie wirken.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: managerseminare 9/2010
Dienstag, 9. November 2010
Freitag, 5. November 2010
Konstruktiv streiten in der Partnerschaft
Wie lernt man, positiv zu streiten?
Man sollte damit beginnen, dass beide Partner sich ihrer Position sicherer und ihres Selbstwertes bewusster werden. Gleichzeitig sollten die Gemeinsamkeiten geschätzt und die Unterschiede berücksichtigt werden.
Das hat zur Folge, dass das Zugehörigkeitsgefühl zueinander wächst. Man hat sich durch Meinungsverschiedenheiten als unterschiedlich erkannt und fühlt sich dennoch vom anderen akzeptiert und geliebt. Im Sinne der Weisheit der englischen Diplomaten: "Let's agree to disagree", also: "lass uns übereinstimmen, dass wir hier verschiedener Meinung sind".
Und man sollte sich stets erinnern, dass man durch Diskussionen und ausgetragene Meinungsverschiedenheiten wacher wird für die Herausforderung, für Kritik, und sich damit für sämtliche Lebensbereiche rhetorisch bessern kann, das heißt, man wird bewusster in Bezug auf das, was man wahrnimmt und wie man sich äußert. Damit wird man kommunikationsfähiger und partnerschaftsfähiger.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Lermer, Stephan. Liebe und Lust. Mary Hahn Verlag
Man sollte damit beginnen, dass beide Partner sich ihrer Position sicherer und ihres Selbstwertes bewusster werden. Gleichzeitig sollten die Gemeinsamkeiten geschätzt und die Unterschiede berücksichtigt werden.
Das hat zur Folge, dass das Zugehörigkeitsgefühl zueinander wächst. Man hat sich durch Meinungsverschiedenheiten als unterschiedlich erkannt und fühlt sich dennoch vom anderen akzeptiert und geliebt. Im Sinne der Weisheit der englischen Diplomaten: "Let's agree to disagree", also: "lass uns übereinstimmen, dass wir hier verschiedener Meinung sind".
Und man sollte sich stets erinnern, dass man durch Diskussionen und ausgetragene Meinungsverschiedenheiten wacher wird für die Herausforderung, für Kritik, und sich damit für sämtliche Lebensbereiche rhetorisch bessern kann, das heißt, man wird bewusster in Bezug auf das, was man wahrnimmt und wie man sich äußert. Damit wird man kommunikationsfähiger und partnerschaftsfähiger.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Lermer, Stephan. Liebe und Lust. Mary Hahn Verlag
Dienstag, 2. November 2010
Boreout-Gefahr in Deutschland
Die Deutschen gehen im Prinzip gerne arbeiten. Das berichtet der Stern nach einer umfangreichen Umfrage unter Arbeitnehmern und Beamten. 85% aller Befragten gaben an, zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihrem Job zu sein: 86% aller Deutschen gehen gerne ihrer Arbeit nach.
Allerdings: Ein Fünftel aller deutschen Arbeitnehmer fühlt sich unterfordert im Beruf. Bei den Auszubildenden und den 20-29jährigen sind es sogar 33%. Wird die Unterforderung chronisch und wird sie zudem als Stress erlebt, besteht die Gefahr des Bore-out-Syndroms (Wir berichteten im Blog vom 7. September 2009).
Wenn man über längere Zeit nicht genügend herausfordernde Aufgaben bekommt, fühlt man sich 'nutzlos', irgendwie Fehl am Platz und nicht genügend wertgeschätzt. Langfristige Folgen sind Desinteresse und eine schlechte Performance trotz ausreichender Fähigkeiten.
Schlimm wird es, wenn man sich chronisch unterfordert fühlt und beginnt, ernsthaft darunter zu leiden. Dann sollte man auf keinen Fall zögern, mit Vorgesetzten, Kollegen, dem Betriebsrat oder einer Vertrauensperson zu sprechen. Die Bore-out-Symptomatik verschwindet in der Regel ziemlich rasch wieder, sobald man wieder anspruchsvollere Aufgaben, gemeisterte Herausforderungen und ehrliche Anerkennung für gute Arbeit erfährt.
Der Mensch ist eben auf Herausforderungen angelegt: Bequemlichkeit ist kein Weg zum Glück.
gepostet i.A. von Dr. Stephan LermerQuelle: http://www.stern.de/magazin/
Allerdings: Ein Fünftel aller deutschen Arbeitnehmer fühlt sich unterfordert im Beruf. Bei den Auszubildenden und den 20-29jährigen sind es sogar 33%. Wird die Unterforderung chronisch und wird sie zudem als Stress erlebt, besteht die Gefahr des Bore-out-Syndroms (Wir berichteten im Blog vom 7. September 2009).
Wenn man über längere Zeit nicht genügend herausfordernde Aufgaben bekommt, fühlt man sich 'nutzlos', irgendwie Fehl am Platz und nicht genügend wertgeschätzt. Langfristige Folgen sind Desinteresse und eine schlechte Performance trotz ausreichender Fähigkeiten.
Schlimm wird es, wenn man sich chronisch unterfordert fühlt und beginnt, ernsthaft darunter zu leiden. Dann sollte man auf keinen Fall zögern, mit Vorgesetzten, Kollegen, dem Betriebsrat oder einer Vertrauensperson zu sprechen. Die Bore-out-Symptomatik verschwindet in der Regel ziemlich rasch wieder, sobald man wieder anspruchsvollere Aufgaben, gemeisterte Herausforderungen und ehrliche Anerkennung für gute Arbeit erfährt.
Der Mensch ist eben auf Herausforderungen angelegt: Bequemlichkeit ist kein Weg zum Glück.
gepostet i.A. von Dr. Stephan LermerQuelle: http://www.stern.de/magazin/
Freitag, 29. Oktober 2010
Entfremdung?
"Je länger man zusammen ist, desto schlechter kennt man sich" behauptet jetzt eine Schweizer Studie, die im Journal of Consumer Psychology veröffentlicht worden ist.
Was zunächst recht zweifelhaft erscheint, belegen die Baseler Forscher immerhin mit Daten: Sie baten 78 Paare ins Labor. Dort fragten sie nach den jeweiligen Vorlieben der Partner. 29 der Paare waren über 40 Jahre verheiratet, 58 der Paare erst einige Jahre zusammen. Der auch von den Forschern unerwartete Befund: Die Jüngeren kannten sich offenbar besser bei den Vorlieben ihrer Partner in den Bereichen Essen, Filme und Küchenmöbel aus.
Allerdings: So ganz mag die Statistik nicht zu überzeugen. Die durchschnittliche Trefferquote des Geschmacks des Partners lag bei 40%. Die älteren Paare sagten dabei zu 36% vorher, was ihr Partner mochte, die Jüngeren kamen auf 42%.
Die Forscher nehmen jedenfalls an, dass sich die "jüngeren" Paare besser kennen, weil sie am Anfang der Beziehung noch motivierter sind, die Vorlieben des anderen zu ergründen. Mit der Zeit ließe dieses Bedürfnis nach und so wisse man nach einigen Jahren weniger als am Anfang. Es darf diskutiert werden...
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: boj/dpa
Was zunächst recht zweifelhaft erscheint, belegen die Baseler Forscher immerhin mit Daten: Sie baten 78 Paare ins Labor. Dort fragten sie nach den jeweiligen Vorlieben der Partner. 29 der Paare waren über 40 Jahre verheiratet, 58 der Paare erst einige Jahre zusammen. Der auch von den Forschern unerwartete Befund: Die Jüngeren kannten sich offenbar besser bei den Vorlieben ihrer Partner in den Bereichen Essen, Filme und Küchenmöbel aus.
Allerdings: So ganz mag die Statistik nicht zu überzeugen. Die durchschnittliche Trefferquote des Geschmacks des Partners lag bei 40%. Die älteren Paare sagten dabei zu 36% vorher, was ihr Partner mochte, die Jüngeren kamen auf 42%.
Die Forscher nehmen jedenfalls an, dass sich die "jüngeren" Paare besser kennen, weil sie am Anfang der Beziehung noch motivierter sind, die Vorlieben des anderen zu ergründen. Mit der Zeit ließe dieses Bedürfnis nach und so wisse man nach einigen Jahren weniger als am Anfang. Es darf diskutiert werden...
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: boj/dpa
Dienstag, 26. Oktober 2010
Lügen haben verräterische Muster
Beim Versuch, die wahren Quartalsergebnisse großer US-Firmen vor der offiziellen Bekanntgabe besser zu prognostizieren, stießen Forscher der Stanford-Universität auf ein interessantes Muster.
Sie analysierten knapp 30.000 Telefonkonferenzen von Topmanagern, die zwischen 2003 und 2007 stattgefunden hatten. Anschließend formulierten sie ein Modell, mit dessen Hilfe sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Lügen und Beschönigungen entlarven können. Hier eine Auswahl ihrer Ergebnisse:
Wenn Führungskräfte unwahre oder ungenaue Angaben zum Abschneiden des Unternehmens machen, benutzen sie sehr viel häufiger "wir" statt "ich". Damit verteilen sie (zumindest gefühlt) die Verantwortung für unzulängliche Informationen oder schlechte Ergebnisse auf viele virtuelle Schultern.
Unwahre Äußerungen spiegeln sich auch in der häufigen Verwendung von gefühlsbetonten Worten wider: "Großartig", "stark" und "unglaublich" sind Kandidaten, die die Glaubhaftigkeit erhöhen sollen - und in Wirklichkeit Lügen kaschieren.
Die Verwendung von Allgemeinplätzen schließlich ("Jeder weiß doch , dass...") ist ein weiteres Indiz dafür, dass die folgenden Aussagen unwahr oder zweifelhaft werden.
Mit ihrem Analysetool versuchen die Stanford-Professoren, Voraussagen über Unternehmenszahlen zu verbessern. Letztlich kommt ihre Forschung also den Anlegern zugute.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: DPA
Sie analysierten knapp 30.000 Telefonkonferenzen von Topmanagern, die zwischen 2003 und 2007 stattgefunden hatten. Anschließend formulierten sie ein Modell, mit dessen Hilfe sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Lügen und Beschönigungen entlarven können. Hier eine Auswahl ihrer Ergebnisse:
Wenn Führungskräfte unwahre oder ungenaue Angaben zum Abschneiden des Unternehmens machen, benutzen sie sehr viel häufiger "wir" statt "ich". Damit verteilen sie (zumindest gefühlt) die Verantwortung für unzulängliche Informationen oder schlechte Ergebnisse auf viele virtuelle Schultern.
Unwahre Äußerungen spiegeln sich auch in der häufigen Verwendung von gefühlsbetonten Worten wider: "Großartig", "stark" und "unglaublich" sind Kandidaten, die die Glaubhaftigkeit erhöhen sollen - und in Wirklichkeit Lügen kaschieren.
Die Verwendung von Allgemeinplätzen schließlich ("Jeder weiß doch , dass...") ist ein weiteres Indiz dafür, dass die folgenden Aussagen unwahr oder zweifelhaft werden.
Mit ihrem Analysetool versuchen die Stanford-Professoren, Voraussagen über Unternehmenszahlen zu verbessern. Letztlich kommt ihre Forschung also den Anlegern zugute.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: DPA
Freitag, 22. Oktober 2010
Kopf verdreht
Niederländische Forscher haben einmal wieder Öl ins Feuer des "Geschlechterkampfes" gegossen.
Auf der Suche nach den Gründen für die schlechteren Ergebnisse der Männer bei Uniprüfungen stießen Johan Karremans und seine Kollegen von der Radboud Universität nämlich auf einen ebenso kuriosen wie logischen Befund.
Sie baten freiwillige Versuchsteilnehmer (männliche und weibliche) zu einem Intelligenztest. Vor dem Test sollten Sie sich kurz mit einer attraktiven Person des anderen Geschlechts unterhalten. Ihre Leistung im Test diente als Maß dafür, wie sehr sie sich von der zum Flirten einladenden Situation haben ablenken lassen.
Das Ergebnis: Unterhielten sich die männlichen Studenten zuvor mit einer attraktiven Frau, sanken ihre Leistungen deutlich ab. Frauen dagegen konnten sich dagegen auch nach dem Flirt voll auf die Aufgaben konzentrieren und machten nicht weniger Fehler. Und das, obwohl sie (wie die Männer auch) zugaben, dass sie ihren Flirtpartner attraktiv gefunden und die Situation genossen hätten.
Offensichtlich sind Männer in der Gegenwart attraktiver Frauen darum bemüht, Eindruck zu machen. Der Hormoncocktail, der in solchen Situationen automatisch ausgeschüttet wird, wirkt zusätzlich ablenkend. Oder besser: Er fokussiert die Männer auf ihre evolutionäre Verpflichtung. Auf Kosten ihrer Problemlösefähigkeit.
Die Gute Nachricht: Der Effekt ist nur vorübergehend.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
http://karremans.socialpsychology.org/
Auf der Suche nach den Gründen für die schlechteren Ergebnisse der Männer bei Uniprüfungen stießen Johan Karremans und seine Kollegen von der Radboud Universität nämlich auf einen ebenso kuriosen wie logischen Befund.
Sie baten freiwillige Versuchsteilnehmer (männliche und weibliche) zu einem Intelligenztest. Vor dem Test sollten Sie sich kurz mit einer attraktiven Person des anderen Geschlechts unterhalten. Ihre Leistung im Test diente als Maß dafür, wie sehr sie sich von der zum Flirten einladenden Situation haben ablenken lassen.
Das Ergebnis: Unterhielten sich die männlichen Studenten zuvor mit einer attraktiven Frau, sanken ihre Leistungen deutlich ab. Frauen dagegen konnten sich dagegen auch nach dem Flirt voll auf die Aufgaben konzentrieren und machten nicht weniger Fehler. Und das, obwohl sie (wie die Männer auch) zugaben, dass sie ihren Flirtpartner attraktiv gefunden und die Situation genossen hätten.
Offensichtlich sind Männer in der Gegenwart attraktiver Frauen darum bemüht, Eindruck zu machen. Der Hormoncocktail, der in solchen Situationen automatisch ausgeschüttet wird, wirkt zusätzlich ablenkend. Oder besser: Er fokussiert die Männer auf ihre evolutionäre Verpflichtung. Auf Kosten ihrer Problemlösefähigkeit.
Die Gute Nachricht: Der Effekt ist nur vorübergehend.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
http://karremans.socialpsychology.org/
Dienstag, 19. Oktober 2010
Gutes Betriebsklima zahlt sich aus
Freundliches Miteinander und ein höflicher Umgangston unter Kollegen schlagen sich direkt im Umsatz nieder. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der University of Southern California, Los Angeles.
Die Forscher beobachteten über eine gewisse Zeit die Kundenzufriedenheit und den Absatz in geschäften, Restaurants und Banken. Dann setzten sie diese wichtigen Faktoren in Beziehung zum Umgang der Belegschaft untereinander. Dabei zeigte sich, dass Kunden, die einen eher rauhen Umgangston bemerkt hatten, weniger positiv über das Unternehmen urteilten und weniger kauften - auch dann, wenn sie selbst freundlich und zuvorkommend behandelt wurden.
Herrschte allerdings ein für die Kunden sichtbar gutes Arbeitsklima, fühlten sie sich wohl und waren bereit, dem Unternehmen mehr zu vertrauen. Sie Studie belegt, dass Kundenorientierung und Kundenbindung bereits bei der Betriebsklimahygiene beginnt.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: FAZ, 25.07.2010
Die Forscher beobachteten über eine gewisse Zeit die Kundenzufriedenheit und den Absatz in geschäften, Restaurants und Banken. Dann setzten sie diese wichtigen Faktoren in Beziehung zum Umgang der Belegschaft untereinander. Dabei zeigte sich, dass Kunden, die einen eher rauhen Umgangston bemerkt hatten, weniger positiv über das Unternehmen urteilten und weniger kauften - auch dann, wenn sie selbst freundlich und zuvorkommend behandelt wurden.
Herrschte allerdings ein für die Kunden sichtbar gutes Arbeitsklima, fühlten sie sich wohl und waren bereit, dem Unternehmen mehr zu vertrauen. Sie Studie belegt, dass Kundenorientierung und Kundenbindung bereits bei der Betriebsklimahygiene beginnt.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: FAZ, 25.07.2010
Freitag, 15. Oktober 2010
Parameter der Partnerwahl
"Überlassen Sie die Partnerwahl nicht dem Zufall...!" raten die Autoren einer wissenschaftlichen Studie aus der Schweiz. Sie erhoben über 5 Jahre lang persönliche Daten aus mehr als 1000 Paarbeziehungen und setzten diese Daten damit in Beziehung, ob sich die Paare im Untersuchungszeitraum trennten oder nicht.
Rein statistisch gesehen ist die Trennungswahrscheinlichkeit am geringsten, wenn
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: lub/AFP
Rein statistisch gesehen ist die Trennungswahrscheinlichkeit am geringsten, wenn
- beide Partner die gleiche Nationalität haben
- beide Partner nicht bereits geschieden waren
- Er mindestens fünf jahre älter ist als sie
- sie gebildeter ist als er
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: lub/AFP
Dienstag, 12. Oktober 2010
Die Gründerpersönlichkeit (2)
Im Beitrag vom 5.10.2010 berichteten wir über die "Angst vor dem Scheitern", die viele Unternehmensgründungen schon im Keim erstickt. Diese Angst scheint spezifisch deutsch zu sein, denn bei den Unternehmensneugründungen schneidet Deutschland schon seit Jahren im internationalen Vergleich schlecht ab.
Bleibt die Frage: Was braucht ein Unternehmensgründer eigentlich - außer geringer Angst vorm Scheitern? Welche Fährigkeiten und Eigenschaften muss er/sie mitbringen, damit die Gründung nicht schon in der Anfangsphase schiefgeht?
Für Professor Günter Müller, Co-Autor einer groß angelegten Studie des BDP (Berufsverband deutscher Psychologen und Psychologinnen) besteht die "unternehmerische Eignung" zunächst aus einigen wichtigen Persönlichkeitsfaktoren: Sie lieben Aufgaben, die sie herausfordern. Sie haben ein Faible für Freiheit und Unabhängigkeit. Und sie schreiben Erfolge ihren eigenen Fähigkeiten zu, während sie Misserfolge auf widrige Umstände schieben. Das alles hilft, "dabei zu bleiben", selbst wenn es einmal nicht so gut läuft. Denn Rückschläge und Unsicherheit muss man aushalten können.
Mindestens für genauso wichtig hält Müller solche Fertigkeiten, die durch Bildung und Training erfahren werden: Sozialkompetenz, Zeitmanagement, Selbstmanagement und Resilienz. Wer glaubt, als fertiger Unternehmer auf die Welt gekommen zu sein, hat wahrscheinlich übersehen, dass er/sie ein der eigenen Sozialisation die wichtigsten Verhaltensregeln und Eigenschaften erst lernen musste.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: http://www.bdponline.de/web/newsletter/2010/05.html
Bleibt die Frage: Was braucht ein Unternehmensgründer eigentlich - außer geringer Angst vorm Scheitern? Welche Fährigkeiten und Eigenschaften muss er/sie mitbringen, damit die Gründung nicht schon in der Anfangsphase schiefgeht?
Für Professor Günter Müller, Co-Autor einer groß angelegten Studie des BDP (Berufsverband deutscher Psychologen und Psychologinnen) besteht die "unternehmerische Eignung" zunächst aus einigen wichtigen Persönlichkeitsfaktoren: Sie lieben Aufgaben, die sie herausfordern. Sie haben ein Faible für Freiheit und Unabhängigkeit. Und sie schreiben Erfolge ihren eigenen Fähigkeiten zu, während sie Misserfolge auf widrige Umstände schieben. Das alles hilft, "dabei zu bleiben", selbst wenn es einmal nicht so gut läuft. Denn Rückschläge und Unsicherheit muss man aushalten können.
Mindestens für genauso wichtig hält Müller solche Fertigkeiten, die durch Bildung und Training erfahren werden: Sozialkompetenz, Zeitmanagement, Selbstmanagement und Resilienz. Wer glaubt, als fertiger Unternehmer auf die Welt gekommen zu sein, hat wahrscheinlich übersehen, dass er/sie ein der eigenen Sozialisation die wichtigsten Verhaltensregeln und Eigenschaften erst lernen musste.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: http://www.bdponline.de/web/newsletter/2010/05.html
Freitag, 8. Oktober 2010
Sind Seitensprünge einkommensabhängig?
Die Wahrscheinlichkeit, dass Männer untreu werden steigt mit der Ungleichheit des Einkommens zwischen den Partnern.
Das ist das interessante Ergebnis einer Studie der Soziologin Christin Munsch von der Cornell University (USA). In einer Langzeitstudie beobachtete Sie Einkommensverhältnisse und Verhalten von Paaren. Dabei zeigte sich, dass Männer umso häufiger fremd gehen, je größer die finanzielle Abhängigkeit von ihren Frauen ist. Männer ohne eigenes Einkommen gehen beispielsweise fünfmal so häufig fremd wie Männer, die genau so viel verdienen wie ihre Partnerinnen.
Klingt paradox. Munsch vermutet, dass Männer, die weniger verdienen als ihre Frauen einfach chronisch unzufrieden sind und sich deshalb "Ersatzbefriedigung" suchen. Aber auch das Gegenteil trifft zu: Männer, die wesentlich mehr verdienen als ihre Frauen, haben ebenfalls ein erhöhtes "Risiko" für Seitensprünge. Die partnerschaftlich sichersten Verhältnisse fand Munsch bei Paarbeziehungen, in denen die Frau 75% vom Einkommen des Mannes verdiente.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Christin Munsch (Cornell University, Ithaca, USA) et al.: 105th Annual Meeting of the American Sociological Association
Das ist das interessante Ergebnis einer Studie der Soziologin Christin Munsch von der Cornell University (USA). In einer Langzeitstudie beobachtete Sie Einkommensverhältnisse und Verhalten von Paaren. Dabei zeigte sich, dass Männer umso häufiger fremd gehen, je größer die finanzielle Abhängigkeit von ihren Frauen ist. Männer ohne eigenes Einkommen gehen beispielsweise fünfmal so häufig fremd wie Männer, die genau so viel verdienen wie ihre Partnerinnen.
Klingt paradox. Munsch vermutet, dass Männer, die weniger verdienen als ihre Frauen einfach chronisch unzufrieden sind und sich deshalb "Ersatzbefriedigung" suchen. Aber auch das Gegenteil trifft zu: Männer, die wesentlich mehr verdienen als ihre Frauen, haben ebenfalls ein erhöhtes "Risiko" für Seitensprünge. Die partnerschaftlich sichersten Verhältnisse fand Munsch bei Paarbeziehungen, in denen die Frau 75% vom Einkommen des Mannes verdiente.
gepostet i.A. von Dr. Stephan Lermer
Quelle: Christin Munsch (Cornell University, Ithaca, USA) et al.: 105th Annual Meeting of the American Sociological Association